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September 2005

Mehr Naturvielfalt am Rheinufer

und bessere Laichmöglichkeiten für Fische


Das Flachufer vor der Umgestaltung.

Die Umgestaltung der Flachwasserzone im Gebiet Salzlände wurde vom Agenda-Arbeitskreises Natur und Umwelt initiiert.

Im Abschnitt Grenzach-Wyhlen hat sich der Hochrhein durch den Bau des Kraftwerkes Birsfelden stark verändert, ähnlich wie dies vorher schon an den anderen Abschnitten des Hochrheins der Fall war. Die Strömungsgeschwindigkeit hat sich durch den Stau des Kraftwerkes stark verringert, Kiesbänke und Flachwasserzonen wurden überstaut und die Ufer gegen Erosion befestigt. Für die Tiere im und am Wasser, insbesondere die Fische, waren diese veränderten Bedingungen sehr nachteilig. Dies liess sich an dem starken Rückgang der Zahl der Fische ablesen, welche vom Fischereiverein Grenzach-Wyhlen an den Fischtreppen des Kraftwerkes Augst-Wyhlen im Abstand mehrerer Jahre festgestellt wurden.

Das renaturierte Flachufer

Als die wahrscheinlich wichtigste Ursache für den Rückgang der Fische erkannte der Agenda-Arbeitskreis das Fehlen geeigneter Laichbereiche. Die von den Fischen zum Laichen und sicheren Aufwachsen der Jungen benötigten Flachwasserzonen erwiesen sich als monoton, d.h. sie enthielten im Gegensatz zu früheren Zeiten kaum Pflanzen oder Kies zum Ablegen des Laichs. Ausserdem wurde der empfindliche Fischlaich offenbar durch den ungebremst an das Ufer prallenden Wellenschlag vorbeifahrender Schiffe beschädigt oder zerstört. Um diesen Mißständen abzuhelfen, wurde ein Plan zur Renaturierung der grösseren von zwei Flachwasserzonen im Abschnitt Grenzach-Wyhlen entwickelt.

Die neu gestatete Flachwasserzone im Bereich Salzlände enthält mehrere, dem Ufer vorgelagerte flache Kiesinseln und aus Gehölzen aufgebaute Lahnen, welche vor allem den Wellenschlag abhalten. Quer zum Ufer gebaute Buhnen reduzieren die Strömung am Ufer. Kiesschüttungen und Schilfbereiche am Ufer bieten verschiedenen Fischarten geeignete Laichmöglichkeiten. Die Vielfalt der Gestaltung kommt nicht nur den Fischen zugute, sondern auch anderen Tieren wie zum Beispiel dem farbenprächtigen Eisvogel oder dem Biber. Letzterer ist gerade im Zuge seiner Neubesiedelung des Hochrheins am östlichen Rand von Grenzach-Wyhlen angekommen und wird in den nächsten Jahren rheinabwärts und in den Nebenflüssen nach neuen Lebensräumen suchen.