Schulen für Lebendige Flüsse
Flüsse, Bäche und Auen sind Lebensadern der Landschaft. Sie zu schützen ist ein zentraler Bestandteil der Umweltbildung. Deshalb baut die DUH im Dachprojekt „Schulen für Lebendige Flüsse“ Netzwerke zwischen Schulen auf. Die Einzugsgebiete der Flüsse von der Quelle bis zur Mündung sind dabei die wichtigen Standorte für diese Zusammenarbeit.
Für das Fließgewässer vor der eigenen Haustür übernehmen die Schulen ganz konkrete Patenschaften. Auf einem bestimmten Teilabschnitt "ihres" Flusses verbessern sie die Gewässerstruktur und die Wasserqualität.
Die Schülerinnen und Schüler entdecken das Einzugsgebiet als schutzwürdigen Natur- und Erlebnisraum: Was kann ich wie für "meinen" Flussabschnitt konkret tun?
In den Netzwerken für Schulen werden konkreter Naturschutz, Umweltbildung und die Nutzung neuer Medien in praxisorientierter Weise zusammengeführt, so dass sich eine Beteiligung gerade auch für den fächerübergreifenden Unterricht ideal eignet.
Umwelt erleben und begreifen
Das Programm der Schulprojekte ist ganz darauf ausgerichtet, Kinder und Jugendliche mit Spaß an die Natur heranzuführen und sie spielerisch die Zusammenhänge begreifen und selbst entdecken zu lassen. Zusätzlich bieten wir Fortbildungen für die Lehrerinnen und Lehrer der teilnehmenden Schulen an.
Bausteine dieser Programme sind zum Beispiel:
- Patenschaften für Bach- und Flussabschnitte
- Messkampagnen, bei denen die Wasserqualität von den Schülern selbst bestimmt und dokumentiert wird
- Pflanz- und Entmüllungsaktionen vor Ort
- Workcamps für Schülerinnen und Schüler
- Umweltbildung zum Anfassen, direkt im Lebensraum „Fluss“
- Dafür stellen wir Aktions- und Informationsmaterial zur Verfügung und bieten Fortbildungen für die Lehrerinnen und Lehrer der teilnehmenden Schulen an.
Das Dachprojekt „Schulen für Lebendige Flüsse“ soll dieses erfolgreiche Konzept in den Flusseinzugsgebieten in ganz Deutschland etablieren.
BundesUmweltWettbewerb
Die DUH ist Förderer des BundesUmweltWettbewerbs und BundesUmweltWettbewerb (BUW) stiftet einen Sonderpreis „Schulen für Lebendige Flüsse“ für Projekte im Gewässerbereich. Der jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstaltete Wettbewerb unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ ruft Jugendliche dazu auf, Umweltprobleme aus dem eigenen Lebensumfeld zu dokumentieren, dazu Lösungsvorschläge zu erarbeiten und diese in die Tat umzusetzen. Bewertet werden die Beiträge zum BundesUmweltWettbewerb in zwei Alterskategorien: BUW I (für 13- bis 16-jährige) und BUW II (für 17- bis 21-jährige).
Sonderpreis 2011 - Fahrzeugspuren sind ökologische Nischen
Eine wassergefüllte Fahrzeugspur auf einem Feld- oder Waldweg birgt viele ökologische Geheimnisse: Über ein Jahr lang hat Konrad Kürbis vom Gymnasium am Markt in Hettstedt den Zustand von sieben dieser temporären Kleinstgewässer regelmäßig protokolliert und die dort lebende Amphibien, wie zum Beispiel Gelbbauchunken, erfasst. Chemische und physikalische Analysen ergänzen seine Untersuchungen. Er kommt zu dem Schluss, dass die beobachteten Standorte erstaunlich stabile ökologische Nischen darstellen und vielen verschiedenen Amphibienarten zu Fortpflanzung dienen. In der Befestigung von Wald- und Feldwegen sieht der Achtzehnjährige eine Gefährdung für diese Kleinstlebensräume.
Beim BundesUmweltWettbewerb 2010/2011 erhielt der Abiturient einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro.
Pressemitteilungen
- 02.02.2012 - Städte und Gemeinden gründen Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz
- 20.12.2011 - Jetzt erschienen: Umweltmagazin zeo2 – Sieben Milliarden Menschen und eine Erde
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Die europäischen Flüsse und Seen sind vielfach in einem bedenklichen Zustand. Mit Hilfe der europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) soll sich das bis 2015 ändern – mit Teilnahme von jungen Bürgern und Behörden. Mischen Sie sich ein!







