Patuca-Nationalpark
Eines der größten Regenwaldgebiete Mittelamerikas ist der Patuca-Nationalpark in Honduras. Der Lebensraum seltener Tiere wie Tukan, Weißkopfaffe und Harpie ist von Brandrodung bedroht. Die Menschen versuchen ihrer bitteren Armut durch Landwirtschaft auf den gerodeten Flächen zu entgehen.
Nachhaltige Landnutzung
Dem Patuca e.V. gelang es, mit Unterstützung des Hand in Hand-Fonds und der DUH sowie der Tropenwaldstiftung Oro Verde eine wirtschaftlich nachhaltige und ökologisch verträgliche Entwicklung einzuleiten: Farmer wurden im ökologischen Landbau ausgebildet. Mit Hilfe des in Deutschland ansässigen Patuca-Vereins und der staatlichen Landwirtschaftsschule ENA starteten Farmer Wiederaufforstungsaktionen. Ein Schweinezuchtprojekt sichert heute die Ernährung von 15 Siedlerfamilien, die somit auf die Tapir-Jagd verzichten können.
Bildung als Basis für Umweltbewusstsein
1998 eröffnete der Patuca e.V. seine erste Regenwaldschule im Nationalpark Patuca. Bis dahin hatten 90% der Kinder dort keine Chance, eine Schule zu besuchen. Seit 2005 besuchen die Kinder der Siedler, die in sechs kleinen Dörfern im Inneren des Nationalparks leben, eine Grundschule. Die Schulen beginnen zumeist improvisiert. An ihrem weiteren Auf- und Ausbau wird laufend gearbeitet. Große Herausforderungen stellen die Schaffung von Kontinuität im Schulbetrieb und die Abgeschiedenheit der Wohnorte der Kinder dar, die auf Trampelpfaden oft kilometerweit zur Schule gehen müssen. Den Eltern ist es ein großes Anliegen, dass sie ihre Kinder in die Schule schicken können. Sie unterstützen die Bildungsinitiative von Patuca daher auch mit Arbeitseinsätzen und in einem Elternkomittee.
Das neue Bildungsangebot eröffnet den Kindern persönliche Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig erhalten die Schüler ein erweitertes Bewusstsein für die Umweltbedrohungen ihrer Heimat.
Links
Patuca e.V.
http://www.patuca.org
Partner der Deutschen Umwelthilfe im Projektschwerpunkt Tropenwald
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"Tropenparadies in Gefahr" | 854 K |
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