Das Haubacher Moos
Die Voralpenlandschaft ist von in Jahrtausenden entstandenen Mooren geprägt, die sich wie eine Kette durch Oberschwaben, Allgäu und Vorarlberg ziehen. Man nennt sie in Süddeutschland Ried, Moos oder auch Filz. Durch landwirtschaftliche Nutzung wurde vielen Mooren das Wasser abgegraben - so auch dem Haubacher Moos.
Torfmoose sind das A und O

- Birkhahn (Foto: J.Schiersmann/ Naturfoto-Online)
Die nicht zersetzen Pflanzenreste die auf wasserundurchlässigem Boden das Moor aufbauen, bilden das Substrat für spezielle Moorpflanzen. Vor allem die vielen Torfmoose, aber auch die verschiedene Riedgräser bilden mit nassen Vertiefungen ein buckliges Profil. Diese unterschiedlichen Strukturen bieten sehr spezialisierten Tierarten wie der Arktische Smaragd-Libelle oder dem Birkhuhn einen Lebensraum. Auch das schmalblättrige Wollgras und der Sonnentau kommen nur in Moorgebieten vor.
Nasse Moore sind gefragt

- Schmalblättriges Wollgras (Foto: BUND RV Bodensee-Oberschwaben)
Die Sünden der Vergangenheit haben viele Moore vernichtet: Durch die Entwässerungsgräben trockneten sie aus, verbuschten und schließlich siedelten sich Bäume an. Der spezifische Lebensraum "Moor" ging verloren. Um diese Fehler wieder gut zu machen, will der BUND Oberschwaben als federführender Partner der DUH die Entwässerungsgräben wieder aufstauen und die Bäume fällen.
Wenn Moore weiterhin als CO2-Speicher funktionieren sollen, müssen wir diese Ökosysteme erhalten. Eine Wiedervernässung verhindert die Austrocknung von Mooren. Im Schulterschluss mit Moorschützern in Vorarlberg und am Alpenrhein sollen im Rahmen eines EU-Programms weitere Feuchtgebiete renaturiert werden. Dabei müssen 40 Prozent der Finanzierung des Projekts aus eigenen Mitteln erbracht werden.
Ohne Moos nichts los - Helfen Sie dem Haubacher Moos!
Als Beitrag zum Biotopverband Allgäuer Moore und im Rahmen des länderübergreifenden Moorschutzes, sind im Haubacher Moos bei Isny im Allgäu folgende Maßnahmen geplant:
- Entfernung von Fichten und Verbuschung
- Vermessen und Nivellieren der Gräben
- Bau von Dämmen zur Wiedervernässung
- Überwachung und Sicherung der Erfolge
- Kampagne und Informationsmaterial für Umweltbildung
Hier können Sie online spenden
Pressemitteilungen
- 02.02.2012 - Städte und Gemeinden gründen Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz
- 20.12.2011 - Jetzt erschienen: Umweltmagazin zeo2 – Sieben Milliarden Menschen und eine Erde



