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Die Weltmeere und ihre Bewohner schützen

Foto: ACOREMA

Alles Leben kommt aus dem Meer. Wer sich erholen will, fährt ans Meer. Seit Menschengedenken galten die Reichtümer der Weltmeere als unendlich, die Nahrungsreserven unerschöpflich, die Belastbarkeit des Ökosystems Meer als nahezu unbegrenzt. Erst seit einigen Jahrzehnten wissen wir es besser. Die systematische Übernutzung und Misshandlung dieses Lebensraumes hat die unendlichen Meere an die Grenzen ihrer Regenerationsfähigkeit gebracht. Mancherorts sind diese Grenzen auch schon überschritten.

Leere Meere

Industrielle Fischflotten beuten rigoros die Fanggründe der Meere aus, ob sich die gefischten Arten wieder erholen können, interessiert sie wenig. Auch sogenannte Kollateralschäden wie ungewollter Beifang werden in Kauf genommen: Seevögel, Delfine, Jungfische und nicht verkaufbare Tiere gehen tot oder lebendig wieder von Bord der Fangschiffe. Gewaltige Schäden richtet die in manchen Küstengewässern praktizierte Dynamitfischerei unter den Meeresbewohnern an, viele Lebewesen werden dabei verletzt und verenden kläglich.

Nach wie vor wird das Meer als Müllkippe missbraucht. Der Eintrag von Kloaken und Düngemitteln führt zu Überdüngung und unmäßigem Algenwachstum. Die ganz normale Schifffahrt belastet die Meere täglich, Havarien von Öltankern und die Verklappung von Giftmüll setzen den Meeren erheblich zu. Die Ölpest im Golf von Mexiko im Sommer 2010 zeigt in dramatischer Weise, welche unbeherrschbaren Risiken eingegangen werden, um die immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen auszubeuten. Die Folgen für Menschen und Tiere sind auf Jahrzehnte unabsehbar.

Die Weltmeere speichern viel CO2

Die Weltmeere bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche, für das Klima sind sie von immenser Bedeutung. 70 Prozent des Sauerstoffs, den wir Menschen einatmen, werden von der Meeresflora produziert. Mit dem menschverursachten Klimawandel erwärmen sich die Meere und drohen zusätzlich zu versauern, weil sie das Kohlendioxyd aufnehmen und in Säure umwandeln. Meerestiere mit Kalkschalen sind dadurch zuerst, aber nicht allein gefährdet, denn auch im Meer hängt alles mit allem zusammen.

Kinder besuchen das neue ACOREMA-Zentrum in Pisco (Foto: ACOREMA)

Unsere Projekte

Lange Zeit war der Hand in Hand-Fonds nur zu Lande unterwegs. Doch genauso wie nachhaltige Bodenbewirtschaftung bessere Aussichten für Mensch und Natur verspricht, gilt dies auch für die Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts der Küsten und Meere. Der Hilferuf einer Partnerorganisation führte zur ersten Förderung eines Projekts im maritimen Raum. Es wird kein Einzelfall bleiben.


Projekte

Delfinschutz und ökologische Fischerei
Partner GRD e.V. /ACOREMA
Ort Peru
Zeitraum 2007- 2009