Deutsche Autobauer hintertreiben Klimaschutz – Merkel hilft
Seit Anfang dieses Jahres kommt kaum eine Zeitung oder Nachrichtensendung ohne neue Erkenntnisse zum Klimawandel aus. Die Deutsche Umwelthilfe arbeitet seit Jahren beständig an Themen wie Energieeffizienz, Feinstaub oder Klimagase im Straßenverkehr. Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen aus der motorisierten Mobilität stehen bei den DUH-Verkehrsprojekten im Mittelpunkt. Wir schmieden Allianzen, um Länder, Kommunen und Autohersteller zum Handeln zu zwingen. Als einziger Umweltverband macht sich die DUH auch für Verbraucherrechte stark und kontrolliert die Einhaltung der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht des Spritverbrauchs und des Kohlendioxid (CO2)-Ausstoßes bei Pkw.
Mit Erfolg – am Jahresanfang hat das Landgericht Stuttgart einer Klage der DUH gegen den Autokonzern DaimlerChrysler stattgegeben. Der Konzern hatte es versäumt, in einer Zeitschriftenanzeige Angaben zum Spritverbrauch der neuen CL-Klasse zu machen. Der Konzern warb mit der leistungsstarken Motorisierung, vermied es aber, die Verbraucher über den enormen Spritverbrauch von innerorts 18,1 bzw. 21,1 Liter auf 100 Kilometer aufzuklären. Und auch im März rief der Konzern wieder nach negativen Schlagzeilen: Nochmals fiel er mit Anzeigenwerbung auf, in der die Verbrauchsangaben fehlen. Und zwar ausgerechnet beim Spritfresser SLR, der mit 348 Gramm CO2 pro Kilometer zu den Top-Klimakillern unter den Neuwagen zählt. Leider ist das ist nur ein Beispiel – viele Autohersteller versuchen in ihrer Werbung, die Verbraucher zu täuschen. Doch jeder Autokäufer hat das gesetzlich verankerte Recht, sich darüber zu informieren, wie er mit seiner Kaufentscheidung das Klima belastet. Den Autoherstellern wäre wohl der unkritische Verbraucher lieber – sind ihnen die enormen CO2-Ausstöße mancher Modelle peinlich?
Beiträge der Automobilindustrie
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2006_10_25_how_clean_is_your_car_brand_final.pdf Wie umweltfreundlich ist Ihr Auto? Der Bericht von T&E (European Federation for Transport and Environment) listet die wichtigsten Automarken auf, die sich verpflichtet haben, bis 2008/09 den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge auf 140g/km zu reduzieren. (Okt. 2006) |
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Eine Stellungnahme des ACEA (Lobbyverband von 13 großen europäischen Automobilherstellern) zu den Möglichkeiten und Perspektiven einer Minimierung des CO2-Ausstoßes in der Automobilindustrie. (Febr. 2007) |
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Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen. Der Leitfaden klärt über den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß auf und gibt Tipps, wie Verbrauch und CO2-Ausstoß im täglichen Umgang reduziert werden können. (Deutsche Automobiltreuhand GmbH, 2007) |
Mitteilungen der EU-Kommission
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2007_02_EC_19_communication_on_cars_and_CO2.pdf Ergebnisse der Strategie der EU zur Minderung der CO2-Emissionen von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen. Im Bericht der Kommission werden die Strategien vorgestellt, die unternommen werden müssen, um den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr auf 140g/km zu reduzieren (Febr. 2007) (engl.) |
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2007_02_EC_19_communication_on_cars_and_CO2_de.pdf dito (franz.) |
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2007_02_EC_19_communication_on_cars_and_CO2_fr.pdf dito (deutsch) |
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Umsetzung der Strategie der EU zur Verminderung der CO2-Emissionen von Kfz |
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Die Gemeinschaftsstrategie zur Verminderung der CO2-Emissionen von Personenkraftwagen und zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs umfasst die drei Kernbereiche: Selbstverpflichtungen der Automobilindustrie zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs, Angabe des Kraftstoffverbrauchs von Kraftfahrzeugen und Förderung eines geringeren Kraftstoffverbrauchs von Fahrzeugen durch steuerliche Maßnahmen. (Aug. 2006) |
Zur politischen Situtation in der EU
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Summary_for_Energy_Foundation.pdf CO2 Minimierung im Straßenverkehr (engl.) Der Bericht gibt einen aktuellen Überblick zu der politischen Situation in der EU beim Thema CO2-Minimierung und benennt Gründe, weshalb Maßnahmen nur langsam umgesetzt werden. (Deutsche Umwelthilfe, Okt. 2006) |
Modelle zur CO2-Reduktion im Verkehrsbereich
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Flottenverbrauch - Aktivierung des Reduktionspotentials & Beitrag zum Klimaschutz. Die Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V., Institut für Verkehrsforschung, geht der Frage nach, wie die aus dem Flottenverbrauch resultierenden durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen des Jahres 1990 bis zum Jahr 2010 deutlich gesenkt werden können. (2002) |
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Innovation_and_Costs_Reduction_FINAL.pdf Neuerungen der gesetzlichen Verordnung im Automobilsektor in Kalifornien (engl.). In diesem Bericht werden die Maßnahmen des Staates Kalifornien vorgestellt, die einen Beitrag zur Minimierung der Treibhausgase und speziell von CO2 leisten sollen. (April 2006) |
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SG_Umwelt_und_Strassenverkehr2005_web.pdf Umwelt und Straßenverkehr - Hohe Mobilität - Umweltverträglicher Verkehr. Das Gutachten gibt einen Überblick, wie es gelingen kann, technische Verbesserungen an den Fahrzeugen, den Verkehrswegen und bei der Verkehrslenkung, mit Korrektur des Ordnungsrechts und dem Einsatz ökonomischer Maßnahmen, den motorisierten Straßenverkehr deutlich umweltverträglicher zu gestalten. (Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, 2005) |
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Zur Umsetzung von 120g/km CO2-Emissionen bei Pkw. Projektbeschreibung zu den technischen Möglichkeiten einer CO2-Reduzierung bei Pkws in Europa. (Institut für Kraftfahrwesen, Aachen, im Auftrag des UBA, Mai 2005) |
Pressemitteilungen
- 02.02.2012 - Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz für die Energiewende nutzen
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 17.01.2012 - Tetra Pak verliert vor Gericht gegen DUH – und setzt weiter auf Greenwashing
- 17.01.2012 - Mietrechtsänderung: Bundesregierung droht erneut Chancen für mehr Klimaschutz zu verspielen



