Endlich Sommer ... viel zu heiß!

- Foto: Pixelquelle.de
Wenn die Sommerhitze in die Wohnung dringt, versprechen Raumklimageräte Kühlung. Sie werden derzeit von vielen Bau- und Elektromärkten zu niedrigem Preis angeboten. Doch Klimageräte sind wahre Stromfresser und belasten die Haushaltskasse mit bis zu 300 Euro im Jahr.
Ein Raumklimagerät funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank. Es muss jedoch einen ganzen Wohnraum - mit meist schlechter Dämmung - in einen „Kühlraum“ verwandeln. Das kostet einen hohen Energieeinsatz.
Laute Stromfresser

- Monoblocks im Verkaufsraum (Foto: DUH)
Tragbare einteilige Klimageräte (so genannte Monoblocks) verbrauchen besonders viel Energie für wenig Leistung. Sie leiten die warme Raumluft mit einem Schlauch durch das geöffnete Fenster. So dringt warme Außenluft zurück in den Raum. Selbst wenn mobile Klimageräte nur an 30 Hitzetagen im Jahr in Betrieb sind, können sie schnell zum größten Stromverbraucher im Haushalt werden. Trotzdem sind viele Geräte gar nicht in der Lage, einen mittelgroßen Raum um fünf bis sechs Grad herunterzukühlen. Hinzu kommt, dass Kompressor und Lüfter Betriebsgeräusche von bis zu 60 Dezibel entwickeln. Das ist so laut wie ein Rasenmäher in zehn Metern Entfernung.
Wer seine Räume unbedingt mit Strom kühlen will, sollte ein so genanntes Split-Gerät der Energieeffizienzklasse A von einem Fachmann installieren lassen. Split-Geräte bestehen aus zwei Elementen, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes angebracht werden. Doch auch diese effizienteren Geräte erreichen schnell einen Stromverbrauch von 600 Kilowattstunden pro Jahr.
Schlecht beraten
Beim Kauf eines Klimagerätes können Verbraucher die Folgekosten oft nicht erkennen. Das ergaben bundesweite DUH-Testbesuche in Bau- und Elektromärkten im vergangenen Sommer. In fast 40 Prozent der untersuchten Märkte fehlten die vorgeschriebenen Energieeffizienz-Labels ganz oder teilweise. Auch die Beratung über Stromkosten und die sachgemäße Handhabung der Klimageräte war häufig mangelhaft.
So bewahren Sie auch ohne Stromfresser einen kühlen Kopf:
- Schatten spenden: Die von der Sonne beschienenen Fenster mit Vorhängen, Jalousien, Markisen oder Rollos abschatten. In den Mittagsstunden die Fenster schließen, damit die heiße Luft nicht in die Räume drückt.
- In den kühlen Stunden lüften: Morgens und nachts kräftig lüften und dafür sorgen, dass die warme Luft nach draußen strömt.
- Ventilatoren sind besser als Klimageräte: Wenn die Luft doch mal dick wird, sorgen Stand- oder Deckenventilatoren für Erfrischung. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als ein Klimagerät.
Pressemitteilungen
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