Verbraucherschutz

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Die DUH setzt sich für eine sinnvolle und transparente Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen ein, die viel Energie verbrauchen. Die umfassende Information des Verbrauchers ist eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreichen Klimaschutz und kostenorientiertes Verbraucherverhalten. Nur wer die ökologischen Folgekosten eines Produktes vor dem Einkauf kennt, kann sich zugunsten der Umwelt und des Geldbeutels entscheiden.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Verbraucher vor ihrer Kaufentscheidung über die ökologischen/ökonomischen Folgekosten eines Produkts aufgeklärt werden. Die DUH kontrolliert zudem als Anwalt der Verbraucher, ob die in Kraft getretenen Vorschriften eingehalten werden. Wir rügen zugleich die zuständigen Ordnungsbehörden, wenn diese nicht in der Lage sind, die Gesetze zum Schutz der Verbraucher zu vollziehen.
Neue Energie-Label für Fernseher, Weiße Ware und PKW
Ab 30. November 2011 müssen Fernseher im Handel ein Energieeffizienzetikett tragen, das Verbrauchern die Wahl eines Strom sparenden Gerätes erleichtert. Das von Kühlschränken und Waschmaschinen bekannte EU-Label stuft TV-Geräte unter Berücksichtigung ihrer Bildfläche in eine Effizienzklasse von A (geringer Stromverbrauch, grüner Balken) bis G (hoher Stromverbrauch, roter Balken) ein.
Neue Pkw müssen beim Verkauf oder Leasing ab 1. Dezember 2011 mit einer farbigen CO2-Effizienzskala von A+ (effizient) bis G (ineffizient) gekennzeichnet werden. Da bei gleichen Emissionen schwere Autos besser eingestuft werden als leichte, sollten Kunden vor allem den Kraftstoffverbrauch und die ebenfalls auf dem Label angegebenen jährlichen Kosten für Kraftstoff und Kfz-Steuer vergleichen.
Neuordnung des Energieverbrauchskennzeichnungsrechts
Durch ein Gesetz zur Neuordnung des Energieverbrauchskennzeichnungsrechts sollen Vorgaben der Europäischen Union in deutsches Recht umgesetzt werden. Dies betrifft die Ausdehnung der Kennzeichnungspflicht auf weitere energieverbrauchsrelevante Produkte (z. B. Autoreifen) und eine Stärkung der Marktüberwachung.
Die DUH beteiligte sich an der Verbändeanhörung im November 2011 mit einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf. Sie kritisierte insbesondere, dass keine Fristen für die Benennung von Marktaufsichtsbehörden und die Erstellung von Überwachungskonzepten im Gesetz verankert werden sollen. Zudem fehlen inhaltliche Vorgaben für die Ausgestaltung der Marktüberwachungskonzepte.
Verbrauchertipps
Rund um das Thema Verbraucherschutz im Allgemeinen und Energieeffizienz im Besonderen sind Sie als Verbraucher direkt angesprochen: In unseren Verbrauchertipps finden Sie wichtige Informationen, um für die Umwelt und den Geldbeutel zu handeln.
Aktiv gegen Verbrauchertäuschung
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist bereits seit Jahren entschieden, dass eine umweltfreundliche Werbeaussage nur dann gemacht werden darf, wenn aus der Werbung hervorgeht, welchen umweltbezogenen Vorzug das beworbene Produkt hat. Als klageberechtigter Umwelt- und Verbraucherschutzverband geht die DUH auch mit juristischen Mitteln gegen Verbrauchertäuschung vor, wenn die werbenden Unternehmen ihr rechtswidriges Verhalten nicht unterlassen.
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DUH siegt vor dem Bundesgerichtshof
In einem wegweisenden Urteil entschied der Bundesgerichtshof im Februar 2010, dass die PKW-Energieverbrauchskennzeichnungspflicht auch für „Luxus-Spaßautos“ der Premiumklasse gilt. Der BGH hat damit unmissverständlich klar gestellt, dass die Hersteller und Händler von Limousinen und schweren Sportwagen rechtlich nicht besser gestellt werden als die Produzenten von Klein- und Mittelklassewagen. Ein lex Lamborghini und Bentley gibt es nicht.
Energieeffizienz & Transparenz
Die große Bedeutung und Förderungswürdigkeit der Energieeffizienz ist in der Energiepolitik unumstritten. Die EU-Kommission beziffert das Einsparpotenzial in der EU allein durch kosteneffiziente bzw. sich amortisierende Maßnahmen auf bis zu 100 Mrd. Euro pro Jahr. Die DUH setzt sich dafür ein, dass Energieeffizienz zur allgemeinen Leitlinie bei der Entwicklung und Nutzung neuer Produkte wird.
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Gesundheitsschutz
Ob bei Druckchemikalien in Lebensmitteln, Feinstaub in der Atemluft oder lebensgefährlichen Pkw-Kühlmitteln - die DUH kämpft für transparente Informationen und die Minderung gesundheitlicher Belastungen der Verbraucher.
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Stromkennzeichnung
Wer als Stromkunde CO2-bewusst einkaufen und auf Atomstrom verzichten möchte, wählt "Ökostrom" oder "grünen Strom". Er sollte sich jedoch vergewissern, dass das Angebot tatsächlich einen ökologischen Mehrwert hat.
Unser Projekt zum Thema Stromkennzeichnung
Verbraucherinformationsgesetz
Die DUH fordert eine grundlegende Revision des Verbraucherinformationsgesetzes hin zu mehr Transparenz und einem tatsächlich effektiveren Verbraucherschutz.
Pressemitteilungen
- 23.01.2012 - DUH Service-Check zu Bauschaumdosen und Energiesparlampen: Kundeninformation oft mangelhaft
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 17.01.2012 - Mietrechtsänderung: Bundesregierung droht erneut Chancen für mehr Klimaschutz zu verspielen
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz
- 20.12.2011 - Jetzt erschienen: Umweltmagazin zeo2 – Sieben Milliarden Menschen und eine Erde










